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Mobiles Eisdorf e. V.

- Berichte -

Einweihungsfeier Carport Uferstraße

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Die Einweihung des Carports des Vereins „Mobiles Eisdorf“ ließen sich zahlreiche Interessenten nicht entgehen. Fotos: Petra Bordfeld

Wo vor 60 Jahren Kinder am Uferrand der Söse in Eisdorf das runde Leder kickten, steht heute ein Carport, welcher zwei E-Autos „Tankmöglichkeiten“ bietet und mittels einer Fotovoltaik-Anlage den dafür benötigten Strom liefert. Dieter Sinram, der erste Vorsitzende des Vereins „Mobiles Eisdorf“ erinnerte sich bei der offiziellen Einweihungsfeier dieser umweltfreundlichen Anlage gerne an die damalige Straßenfußball-Zeit. Gleichzeitig freute ihn, dass es dem Verein, der vor fast vier Jahren von engagierten Eisdorfern aus der Taufe gehoben wurde, gelungen ist, den Jahresenergiebedarf der zwei E-Autos des Vereins mit Solarenergie abdecken zu können.

Weil so ein Traumprojekt nur mit Hilfe vieler Helfer, Berater und Unterstützer verwirklicht werden konnte, hatte der Vorstand des Vereins herzlich zu einer offiziellen Eröffnungsfeier geladen, an welcher Frauen und Männer teilnahmen, die diese Aktion planerisch, körperlich oder finanziell tatkräftig unterstützt hatten und es auch noch heute tun. Interessierte Bürger waren aber ebenso willkommen. „Es sind so viele hier, ohne die dieses Projekt und damit auch dieses Carportprojekt nicht gelungen wären“.

Neben vielen Worten des Dankes und der Anerkennung war auch der Überraschungsgast Thorsten Lange aus der Schottenrock-Band als Solist mit seinem Dudelsack zu hören. Und als das letzte gesprochene Wort verklungen war, gehörte die Aufmerksamkeit dem Sänger und Gitarristen Markus Funke, der mittels Oldies zu einer Reise in die musikalische Vergangenheit einlud. Klar, dass sich bei so einer musikalischen Tour auch gestärkt werden musste, was mit Getränken und Grillspezialitäten möglich war.

Doch erst einmal richtete Dieter Sinram ein besonderes Dankeschön an all jene, die den Fahrdienst aufrechterhalten und bereits 45 der älteren Mitglieder seit 2019 rund 55 000 Kilometer durch die nähere und weitere Umgebung gefahren haben.

Zu Beginn des Projekts „Unser Dorf fährt elektrisch“ waren die formulierten Ziele genau an der Uferstraße eine Carport-Voltaik-Anlage und zwei Elektrofahrzeuge für Vereinsmitglieder nutzen zu können noch ein Traum. „Mobiles Eisdorf“ habe aber mit der errichteten Carport-Photovoltaik-Anlage und zwei Elektrofahrzeugen des Vereins bewiesen, dass Träume manchmal die Realitäten von Morgen sein können.

Der erste Schritt in die Wirklichkeit konnte getätigt werden, als sich Familie Burgholte bereit erklärte, eben diesen Flecken Erde für das Projekt zur Verfügung zu stellen.

Ein ganz besonderes Dankeschön richtete der Vorsitzende an Anja Kreye, vom Regionalmanagement, die bereits im November 2020 den Tipp der LEADER-Förderung für dieses Projekt gegeben hatte.

Mit der Umsetzung konnte aber erst begonnen werden, nachdem die beantragten LEADER-Gelder offiziell zugesagt waren. Und in den kommenden Monaten bis zur Einweihung haben Architekt, Behörden, Firmen viele fleißige Helfer des Vereins dafür gesorgt, dass alles genauso stand, wie es in den Planungen vorgesehen war. „Viele, viele haben es sehr, sehr gut mit unserem Verein gemeint“.

LAG-Vorsitzender und nicht selten Überbringer guter Nachrichten, Frank Uhlenhaut, ließ es sich nicht nehmen, erst einmal dem Verein „Mobiles Eisdorf“ und den Eisdorfer Bürgern/innen zur klimafreundlichen Mobilität im Dorf zu gratulieren. Mit der Teilnahme und dem Gewinn des ersten Preises beim Wettbewerb "Unser Dorf fährt elektrisch" im Jahr 2018 habe ein ambitioniertes Projekt seinen Anfang genommen. Der Verein habe es mit enormen ehrenamtlichen Einsatz und praxistauglichen Ideen geschafft, dass Projekt mit Leben zu erfüllen und sogar noch auszubauen.

Der jetzige Carport mit Photovoltaikanlage sei ein weiterer, wichtiger Baustein für die erfolgreiche Etablierung. Neben der klimafreundlichen Mobilität habe der Verein sein zweites Ziel, das soziale Miteinander im Dorf zu stärken, mit einem gut genutzten Fahrdienst erreicht. Alles in allem sei eine beeindruckende Entwicklung zu spüren, und habe die Hochachtung und Anerkennung der ganzen LEADER-Region verdient.

Harald Dietzmann betonte in seinem Grußwort, dass der Verein Respekt und Dank für diese ehrenamtliche Leistung verdient habe. Denn er bräuchte schließlich kreative Menschen, die mittels Durchhaltevermögen, Risikobereitschaft und Mut Träume realisierten.

Auch wenn die Maßnahme zu 100 % gefördert worden sei, habe der Verein einige Ausgaben allein schultern müssen. Er sei ein hohes Risiko eingegangen, denn er habe die Vorfinanzierung stemmen und den großen Aufwand der Antragstellung aufbringen müssen. Dieses neue Projekt leiste einen überzeugenden Beitrag zu den Themen „Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Mobilität, Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Innovation. „Daraus können andere sehr wohl lernen“. Dietzmann dankte Eisdorf sehr für diese herausragende Leistung um das Projekt „Unser Dorf fährt elektrisch“ und aktuell mit dem Carport.

Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke hielt letztendlich nicht mit der Freude hinterm Berg, dass „Mobiles Eisdorf“ ein wahres Glück für Eisdorf sei. „Endlich mehr Mobilität in der Ortschaft und keine Abhängigkeit von den öffentlichen Verkehrsmitteln mehr! Und das alles mit grünem Strom!“ Abschließend versprach sie übrigens: „Auch ich werde mein Auto sicherlich verkaufen, wenn ich in der Freistellungsphase meiner Altersteilzeit bin! Und dann gerne eines der E-Autos nutzen!“ pb

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Fotos und Bericht: Petra Bordfeld

 

Zeitungsbericht zur Jahreshauptversammlung aus dem Sept. 2021

Erfolgreiches Mobiles Eisdorf

Eisdorf. „Sie haben tolle ehrenamtliche Arbeit und gute Hilfe geleistet, die das dörfliche Miteinander gefördert haben“, Worte von Gemeindebürgermeister Harald Dietzmann während der Jahreshauptversammlung des Vereins „Mobiles Eisdorf“. Der Verein könne auf eine hohe Wahrnehmungsquote zurückblicken, denn auch außerhalb der Ortschaft beeindrucke diese Arbeit.

Er dankte dem Vorstand und den Mitgliedern des Vereins für die großartige Leistung, die aktiv und beispielgebend sei. Auch wenn es noch lange dauern dürfte, bis E-Autos zum normalen Bild gehören, sei Eisdorf mit diesem E-Mobilitätskonzept vorangegangen

Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke versicherte in ihrem Grußwort, dass sie unheimlich stolz auf den Verein und alle sei, die sich an der Aktion beteiligen. „Was Besseres kann uns nicht passieren. Wir können froh sein, dass wir Menschen haben, die für uns fahren und so die Älteren oder jene, die nicht fahren können, mal wo anders hinkommen“.

Der erste und der zweite Vorsitzende, Dieter Sinram und Yannik Gorke, ließen letztendlich die Vorstandsarbeit der Jahre 2020 und 2021 Revue passieren. Pandemiebedingt hat sich der Vorstand nicht so häufig getroffen, wie in den Jahren zuvor. Trotzdem haben so einige Vereinsmitglieder mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit einiges bewegt und in Gang gesetzt.

So wurde mit Sabine Armbrecht`s Hilfe ein Gutschein für alle Vereinsmitglieder entworfen, die einen runden Geburtstag haben.

Weiter wurde erwähnt, dass Helge Altmann ein „Starterpaket“ zusammen gestellt habe, mit dem in einfacher Weise neue Interessierte dem Verein beitreten können.

Allen E-Autobesitzern im Verein würden zudem seit einiger Zeit ein Sondernutzungstarif für die beiden Eisdorfer Ladestationen angeboten.

Dietmar Eisler übernahm bei Bedarf die Reinigung des E-Fahrzeugs.

Außerdem wurden die fürs Vereinsauto reservierten Parkplätze entsprechend beschildert.

Zudem gebe es verschieden Überlegungen zur Anschaffung eines Zweitfahrzeuges angestellt worden. Vielleicht könne der Verein dieses Vorhaben in nächster Zeit realisieren.

Ein besonderes Jubiläum konnte im Juni 21 im kleinen Kreis von den Fahrdienstlern gefeiert werden, denn der Fahrdienst war zu seiner 1000sten Fahrt gefahren.

Dietmar Lange betonte, dass man stolz auf so viele ehrenamtliche Fahrer/innen sein dürfe. So habe man es immer wieder hinbekommen, keine Fahrt absagen zu müssen. „Die Dankbarkeit, die uns entgegen strömt ist hinreißend und herzergreifend“. Abschließend warb er um weitere ehrenamtliche Mitarbeit bei diesem Vereinsangebot.

Abschließend berichtete Dieter Sinram detailliert über den Werdegang und aktuellen Stand des Projektes „Carport mit Photovoltaikanlage in der Uferstraße“. Letztendlich soll dieses Projekt mit der LEADER-Förderung seitens der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) für die Region Osterode und einer Kofinanzierung seitens der Gemeinde Bad Grund entstehen.

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Eine App für mehr Miteinander

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Mit einer Spendenaktion will der Verein „Mobiles Eisdorf“ helfen, aber auch gleichzeitig mehr Menschen für „Crossiety“ gewinnen

Bad Grund/Eisdorf. Seit vier Monaten ist der digitale Dorfplatz, die App „Crossiety“, am Start. Zeit, für einen ersten Zwischenstand, wie Dieter Sinram aus Eisdorf (Vorsitzender des Vereins „Mobiles Eisdorf“ und Mitinitiator zur Einführung der App) in einem Gespräch mit unserer Zeitung sagt. 584 Menschen aus der Gemeinde Bad Grund nutzen bereits die App, die zunächst für ein Jahr in den Ortschaften Willensen, Eisdorf und Bad Grund sowie in den Kitas der Gemeinde erprobt werden soll. Möglich ist es aber auch jetzt schon für Einwohner, Vereine oder Institutionen aus Badenhausen, Windhausen und Gittelde dort mitzumischen.

Die Vorteile liegen für Sinram klar auf der Hand: die App „Crossiety“ vereint viele Funktionen anderer sozialer Medien in sich. In dem Bereich Dorfplatz können aktuelle Informationen oder Veranstaltungen eingestellt werden, über den Marktplatz können Kleinanzeigen zum Verkauf veröffentlicht werden und es gibt auch einen Helfen-Kanal. Zudem können Umfragen gestartet, der Überblick mit einem Kalender behalten werden und noch vieles mehr. Vereine können sich, unabhängig von ihrer eigenen Homepage, über die App organisieren, auch mit einem internen Bereich.

Im Übrigen will die Plattform nicht in Konkurrenz zu den bestehenden Homepages von Vereinen, Verbänden oder Institutionen treten. Schulen und Kindergärten können einfacher ihre Anliegen kommunizieren und auch Migranten können so die vielschichtigen Angebote ihres Wohnortes erleben. Das sind nur einige Beispiele von vielen Möglichkeiten. „Die App ist eine Chance“, so Sinram „auch, dafür, dass sich die Menschen mehr mit ihrem Dorf identifizieren“.

Und damit sich noch mehr Einwohner (oder Nachbarn, wie sie auf der App heißen) für eine Nutzung der App entscheiden, hat der Verein „Mobiles Eisdorf“ und einige Privatpersonen eine Spendenaktion ins Leben zu rufen, die den Opfern der Ahrtal-Katastrophe zu Gute kommt. Der Spendenaufruf ist ebenfalls über den Dorfplatz der App einzusehen. Inzwischen muss man nur ein wenig nach unten scrollen. Noch bis zum 10. Januar sollen für jeden angemeldeten „Nachbarn“ 50 Cent gespendet werden. Bei dem derzeitigen Stand von 584 Nutzern liegt die Spendensumme gerade bei 292 Euro. Die Initiatoren würden sich freuen, wenn der Betrag in den nächsten Tagen noch erheblich ansteigt, und werben dafür, sich für weitere Anmeldungen stark zu machen und auch Hilfe dafür anzubieten.

Ganz im Sinne der Philosophie von „Crossiety“. Denn so soll das Miteinander neu gestaltet und das Zusammenleben organisiert werden, und zwar über alle Altersgruppen hinweg. Ob Einwohner, Vereinsmitglieder, Verantwortliche in Rathäusern, Einzelhandel und Unternehmen, Gruppen in Schulen, Kindergärten, Nachbarschaften, bei Freizeitaktivitäten – mit Benutzung der App sollen mehr Nähe, Verbundenheit und Engagement entstehen.

Die Anmeldung erfolgt grundsätzlich mit realem Namen (keine Abkürzungen oder Fantasiebezeichnungen). Die Nutzung ist als App- oder Weblösung möglich. Das Ziel von „Crossiety“ ist es, das wertvolle Potenzial innerhalb der lokalen Gesellschaft besser zu nutzen, indem sich die Menschen wieder vermehrt austauschen und gegenseitig helfen.

Um „Crossiety“ zu nutzen, muss zunächst die App über den App-Store heruntergeladen werden. Das geht nicht nur mit dem Handy, sondern auch mit Laptop oder PC über www.crossiety.app. Nach der Registrierung erfolgt eine Verifizierung per Mail und eine per SMS. hn - Artikel im Harzkurier vom 31. 12. 2021

Mobiles Eisdorf stellt in der Uferstraße einen besonderen Carport auf

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Im Beisein von Harald Dietzmann (l.), Anja Kreye (re.) und Mitgliedern des Vereins „Mobiles Eisdorf“ überreichte Frank Uhlenhaut (2. v. re) den symbolischen Scheck an Dieter Sinram (3. v. re.). Foto: Petra Bordfeld

Man traf sich auf dem Ladestationsparkplatz in der Uferstraße, wo auch das neue E-Fahrzeug des Vereins „Mobiles Eisdorf“ zum „Tanken“ eingeparkt war. Doch darum sollte es nicht gehen, sondern um einen Carport, das dort, mit einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach, errichtet werden und zwei Autos Platz bieten soll. Den finanziellen Grundstein dafür legte die LEADER-Förderung mit fast 19 000 Euro. Um vor Ort den symbolischen Scheck zu überreichen, waren Frank Uhlenhaut, Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) für die Region Osterode sowie Anja Kreye vom Regionalmanagement derselben Region nach Eisdorf in die Uferstraße gekommen.

Da aber das nasse Element, welches reichhaltig von oben kam, das Aufspannen von Regenschirmen erforderte, wurde schnell umdisponiert und der Sitzungssaal des ehemaligen Gemeindebüros aufgesucht. Dort brachte der erste Vorsitzende von „Mobiles Eisdorf“, Dieter Sinram, seine Freude darüber zum Ausdruck, dass zu den Gästen dieser kleinen Feierstunde auch Bürgermeister Harald Dietzmann gehörte. Denn letztendlich hat die Gemeinde Bad Grund die Kofinanzierung in Höhe von fast 2 499 Euro übernommen. Abgesehen von einem Cent weniger, ist die Kofinanzierung durch Landesmittel genauso hoch.

Damit kann das Vorhaben, ein etwa sechs mal neun Meter großes Carport über die E-Ladestation errichten zu lassen, damit dort Fahrzeuge, die „aufgetankt“ werden sollen, sicherer stehen. Die 6 kW-Fotovoltaikanlage soll übrigens im Interesse des Klimaschutzes für das vereinseigene Auto genutzt werden. Damit kann letztendlich auch ein Beitrag zur Energiewende geleistet werden.

Dieter Sinram erinnerte daran, dass man sich die Uferstraße zusammen mit Harald Dietzmann schon vor drei Jahren angeschaut und bereits damals an die Errichtung eines Carports gedacht habe. Es freute ihn sehr, dass die Begründungen des Projektantrages die Geldgeber überzeugt haben. Wenn alles klappt und man sich auf die Aussage der Errichter verlässt, dann könnte es im Januar mit der Umsetzung des Vorhabens klappen.

Frank Uhlenhaut schmunzelte, als er sich erinnerte, wie oft er zusammen mit Anja Kreye schon so in Eisdorf gewesen ist, um LEADER-Gelder oder den Ehrenamtsfonds zu überreichen. Was „Mobiles Eisdorf“ im Laufe seines dreijährigen Bestehens auf die Beine gestellt hat, sei schon bemerkenswert. „Wenn engagierte Leute eine gemeinsame Idee haben, dann kann es funktionieren“.

Aber E-Car-Sharing an den Start zu bekommen, sei nicht einfach, dafür brauche man stets gewisse Partner. In der Gemeinde Bad Grund funktionierte das sehr gut. Denn „Mobiles Eisdorf“ habe gewusst, die Gemeinde und ehrenamtliche Partner zu überzeugen. „Das führt zum Erfolg, und genau das freut uns, denn das, was in Eisdorf gewachsen ist, ist der Grundgedanke von LEADER. Jedenfalls sei er gespannt, was weiter aus Eisdorf und dem Verein zu hören sein wird.

Dieter Sinram betonte in dem Zusammenhang, dass Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke und Bürgermeister Harald Dietzmann mit ihrem positiven Engagement auf allen Ebenen dazu beitragen, dass „Mobiles Eisdorf“ die Ortschaft und die Gemeinde Bad Grund darstellt.

Harald Dietzmann verwies darauf, dass es immer darum gehen werde, wie sich Ehrenamt und Hauptamt verzahnen lassen, insbesondere komme es auf das Ehrenamt an. Er versicherte, dass er besonders stolz auf Eisdorf sei, in dem der relativ junge Verein und die Dorfmoderatoren so viel auf Beine gestellt hätten. pb

Erste Privatfahrt nach dem Sondertarif

"Die Fahrt mit dem E-Auto nach Meine zu einer Abendveranstaltung hat gut geklappt.", so Wolfgang Schmidt.
Das Mobile Eisdorf - Mitglied hatte den Kona zum Sondertarif von 15 Euro für letzten Samstag gebucht.

Selbst bei Minusgraden zeigte das Autodisiplay noch mögliche 47 Fahr-km an.

Wolfgang Schmidt stellte dann nach dem Laden fest, dass für die 187 km lediglich 38 kWh an Energie "verbraucht" wurden, sein Mercedes der A-Klasse hätte sicherlich dafür 15 l oder umgerechnet 150 kWh benötigt.

Wolfgang wird wohl das Vereinsangebot in Zukunft häufiger wahrnehmen.

Unser „Kona“ ist da!

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Für alle, die die Hintergründe nicht kennen, hier eine kurze Zusammenfassung:

Unser dörfliches E-Auto war einem Schaden zum Opfer gefallen- ich erwähnte dieses bereits im Gedicht der Dorfmoderation. Der Zoé hatte einen technischen Defekt. Es funktionierte plötzlich weder die Lenk- noch die Bremsfunktion. Glücklicherweise passierte dieses „nur“ in einer kleinen dörflichen Kurve mit geringer Geschwindigkeit. Wolfgang sei Dank, er behielt die Nerven und meldete den entstandenen Schaden umgehend. Das Autohaus, von dem der Wagen geleast war, hatte kein Interesse an einem Gutachten für die Ursache. Wie schade für andere Nutzer eines Zoé, denn dieser technische Defekt war für die Vorgängervariante wohl nicht unbekannt. Ein Gutachten seitens des Vereins „Mobiles Eisdorf e.V.“ erschien mit ungewissem Ausgang wirtschaftlich nicht sinnvoll. Vielleicht ein kluges Geschäftsmodell seitens des Herstellers, keine schlafenden Hunde zu wecken, wenn unnötig. Aber das ist natürlich nur eine Vermutung…

Der Verein hielt sich nicht lange mit bürokratischen Auseinandersetzungen auf, sondern handelte klug: „Kona“, ein Modell der Automarke Hyundai kam nach eingehenden Recherchen ins Rennen: Komfortabel, repräsentativ und wirtschaftlich eine übertreffende Alternative. Vorletzte Woche nun konnten wir den „Kona“ also bereits in Eisdorf willkommen heißen. Morgens aus Göttingen abgeholt, mittags bereits mit der bekannten Werbung bestückt, stand unser „Dorfmobil“ bereits in seinem neuen Zuhause im Mitteldorf und durfte bewundert werden Dazu kamen hauptsächlich die stolzen Fahrdienstler, die permanent auf Abruf stehen, um den passiven Mitgliedern des Vereins „Mobiles Eisdorf e.V“ Fahrten mit Begleitung zu ermöglichen.

Dieter Sinram als 1.Vorsitzender des Vereins gab engagiert wie immer Auskünfte zu technischen  Details des neuen Wagens und seine attraktiven Funktionen. Auch in dieser Runde konnte erwähnt werden, dass die Anzahl der Fahrdienstbeanspruchenden hoch sei. Jedoch ist inzwischen auch das Interesse am E-Auto für die Eigennutzung gestiegen. Sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch betrachtet bietet diese Form der Nutzung wenig Alternativen. Selbst bei hoher Nutzungsfrequenz liegt die Fahrgebühr bei Weitem unter den Kosten eines privaten Zweitwagens, der in der Regel die meiste Zeit auf dem eigenen Hof stehen bleibt.

Mit der großen Nachfrage und der inzwischen allseits beliebten Buchungs-APP können wir noch erfolgreichere Aussichten versprechen: das zweite Dorfauto lässt nicht mehr lange auf sich warten: ein unschlagbares Angebot von BMW (i3) wurde kurzfristig geprüft und angenommen: Der zweite Wagen ist bestellt! Ein Fahrspaß, selbst wenn der eigene Wagen (noch) vor der Tür steht. Kapazitäten also für alle, die auch einfach nur mal „ausprobieren“ wollen. Kein Problem!

Bald werdet ihr feststellen:

Mit dem E-Auto unterwegs zu sein bedeutet: Entschleunigung, Fahrspaß, gleiten anstatt fahren, Schnelligkeit versus Kilometerreichweite und Benzinpreise adé… Ganz abgesehen von gemeinsamen Fahrten für noch mehr Effizienz.

Wir freuen uns über so viel Zuspruch und haben übrigens auch den nächsten Wettbewerb gewonnen. Vom Landkreis Göttingen kam folgende Mitteilung: „der Wettbewerb „Unser Dorf fährt elektrisch“ hat den Wettbewerb „Gemeinsam erfolgreich. Mobil in ländlichen Räumen“ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gewonnen“. Hierfür gibt es bereits Termine für Videoaufzeichnungen, die repräsentativ für klimafreundliche und wirtschaftliche Vorbildfunktionen gedreht werden.

Wir sind glücklich, dabei sein zu dürfen!

In diesem Sinne allen eine allzeit gute Fahrt…

Annette Altmann
(für Mobiles Eisdorf e.V.)

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Digitaler Dorfplatz für gemeinsame Kommunikation

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Die Ortsbürgermeister, Ortsvorsteher, der Projektmanager Innenentwicklung und der Bürgermeister der Gemeinde Bad Grund informierten sich bei den Vertretern der Werbeagentur im Rathaus von Windhausen über die Dorf-App „Crossiety“. Foto Herma Niemann

In einer einjährigen Testphase wollen Bad Grund, Eisdorf, Willensen und die Kindertagesstätten der Gemeinde Bad Grund die Dorf-App „Crossiety“ ausprobieren.

Windhausen. „Crossiety“ ist ein digitaler Dorfplatz und bietet als App für das Handy eine lokale und sichere Kommunikationsplattform für Gemeinden, Städte und Regionen. Das Ziel von „Crossiety“ist es, das wertvolle Potential innerhalb der lokalen Gesellschaft besser zu nutzen, indem sich die Menschen wieder vermehrt austauschen und gegenseitig helfen. Damit soll das Zusammenleben attraktiver und nachhaltiger gestaltet werden. Auf der interaktiven Plattform können sich Einwohner besser informieren, effizienter miteinander kommunizieren und sich noch einfacher engagieren. „Herkömmliche soziale Medien vernetzen zwar die Welt, nicht aber die lokale Bevölkerung“, das sagen die Macher von „Crossiety“ und der Vertrieb in Deutschland, die Werbe- und Medienagentur „Go to Media“ mit Sitz in Delbrück. Durch die Digitalisierung würden die Menschen täglich unzählige Informationen aus der ganzen Welt erhalten. Was jedoch vor der eigenen Haustür geschehe, würden viele Menschen immer seltener mitbekommen. Auch wenn zunächst nur die Ortschaften Bad Grund, Willensen, Eisdorf und die Kindertagesstätten der Gemeinde in einer ersten und einjährigen Pilotphase an diesem Projekt teilnehmen, waren vor kurzem die Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke (Eisdorf), die Ortsbürgermeister Erich Sonnenburg (Badenhausen), Holger Diener (Bad Grund), Burkhard Fricke (Windhausen), Olaf de Vries (Gittelde), der Ortsvorsteher von Willensen, Hartmuth Nienstedt, der Vorsitzende des Vereins DoLeWo, Herbert Lohrberg (Eisdorf), sowie der Projektmanager Innenentwicklung, Nikolai Simon-Hallensleben, und der Bürgermeister der Gemeinde Bad Grund, Harald Dietzmann, in den Ratssaal des Rathauses in Windhausen gekommen, um sich im Detail über das Projekt und die App zu informieren. Über die Vorteile der App berichteten Stefan Neisemeier (Creative Art Director) und Christian Uhe (Salesmanager) von der Werbe- und Medienagentur.

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