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Sie alle freuen sich, dass es in Eisdorf mittlerweile zwei Ladesäulen für E-Autos gibt. Foto: Petra Bordfeld

Im ehemaligen Eisdorfer Gemeindebüro „regnete“ es nicht nur rote Rosen, sondern auch Worte des Dankes und der Anerkennung, die zusammengereiht eine Dokumentation über die Entstehungsgeschichte der beiden Ladesäulen ergeben könnten. Denn der Verein „Mobiles Eisdorf“ hatte zur offiziellen Einweihung dieser beiden Säulen eingeladen, welche in der Uferstraße und im Mitteldorf E-Autos „Sprit“ geben können. Und der erste Vorsitzende, Dieter Sinram, überreichte allen, die den Verein auf diesem Weg begleitet haben eine Rose.

Er versicherte, dass er sich sehr freue, so viele Freunde des Eisdorfer Mobilitätskonzepts begrüßen zu können. Und er dankte all denen, die dieses Projekt mit getragen haben. Dabei habe er in den zurückliegenden zwei Jahren Menschen erlebt, sich haben begeistern lassen, die motiviert, engagiert sowie hilfsbereit waren und sind. „Ich bin auch dankbar dafür, dass ich Freude erleben kann von Menschen, wenn ich den Fahrdienst übernehme“. Besonders dankbar sei er den ehrenamtlichen Mitarbeitern, welche das Fahren übernehmen. Immerhin hätten sich bereits neun Frauen und Männer aus dem Ort dazu bereit erklärt.

Dieter Sinram dankte Frank Uhlenhaut, der als LAG-Vorsitzender und als Vertreter der HarzEnergie an der Feierstunde teilnahm, und der Regionalmanagerin für die LEADER-Region, Anja Kreye, dafür, dass sie stets offene Ohren für ihn und seine Anfragen gehabt hätten. Ein weiteres, ebenso herzliches Dankeschön ging an Bürgermeister Harald Dietzmann. Der habe eine große Rolle bei der Suche nach geeigneten Standorten für die Ladesäuslen gespielt, und sei mitverantwortlich dafür, dass die Ladesäule in der Uferstraße problemlos aufgestellt werden konnte. Er habe sich außerdem dafür eingesetzt, dass Fahrradbügel für Zweiräder an beiden Standorten errichtet werden konnten, um sie dort diebstahlsicher während der Fahrt mit dem E-Mobil abstellen zu können.

Weiter verwies der Vorsitzende darauf, dass das, was Eisdorf auf die Beine stellt, auch über den Grenzen hinaus ankomme. Der Charakter des Dorfes, aber auch die vielen Gemeinschaftsaktivitäten werden anerkennend wahrgenommen. Bei alle dem dürfe aber nicht vergessen werden, dass es ohne Dorfmoderatoren, die letztendlich das ganze Projekt ins Lben gerufen haben, und die vielen Unterstützer nicht soweit gekommen wäre.

Ein besonderer Dank gilt Reinhard Gross, denn er war es, der sofort sein Elektro-Auto kostenfrei, entsprechend dem Vereinskonzept, für die Nutzung zur Verfügung gestellt hatte.  

Dankende Worte fand Sinram aber auch für die finanzielle Unterstützung der ortsansässigen Firmen Sanitär, Heizung, Klima  Herbert Armebrecht, Praxis für Ergo- und Physiotherapie Melanie Bursch, Leben und Begleiten Marc Burgholte sowie Landschaftsgärtner Vetter.

Abschließend dankte Sinram allen Mitgliedern, zu denen jetzt auch Harald Dietzmann zählt. „Denn ohne euren Beitrag, hätten wir es gar nicht machen können“.

Annette Altmann erinnerte an die ganz besondere Entstehungsgeschichte der zwei Säulen, die vor gut zwei Jahren von den drei Dorfmoderatoren, Annette Altmann, Petra Pinnecke und Jürgen Zuchowski, so erfolgreich umgesetzt wurde. Sie versicherte, dass man nicht gewusst habe, was da auf sie zukommen werde. „Aber der Ehrgeiz hat uns gepackt. So haben wir die beiden Ladesäulen und das  Auto gewonnen“.

Frank Uhlenhaut verwies darauf, dass seit alters her die starke Beziehung zwischen der Rose und dem menschlichen Herzen bekannt. sei. Ein Dorf, in dem man mit dem E-Mobil gemeinsam unterwegs ist, könne das Gleiche bewirken. Letztendlich mache das Ehrenamt so ziemlich alles möglich. Er sei beeindruckt davon, was damit in Eisdorf geschaffen wurde. Zwar sei von einem harten Weg gesprochen worden, der beschritten wurde, davon hätte sich aber niemand abschrecken lassen. Aus dem Grunde überbrachte er die Glückwünsche der LAG. Mit der offiziellen Einweihung der Ladesäulen sei schließlich auch der Start einer wundervollen Geschichte erfolgt.

Harald Dietzmann wiederum betonte, dass aus Sicht der Gemeinde das Durchhaltevermögen des Vereins „Mobiles Eisdorf“ einfach  beispielhaft sei. „Dass die örtliche Gemeinschaft so viel in Gang gesetzt hat und ihr euch der Herausforderung gestellt habt, verdient viel Hochachtung“. Besonders freue ihn, dass Eisdorf eine Gewinnerortschaft geworden ist. Damit sei es erst möglich geworden, etwas durchzusetzen, was dem Ort gut tut. „Eisdorf ist schon etwas Besonderes“.  Auf die Energie der Ehrenamtlichen könne allerdings auch in anderen Ortschaften mit Stolz geschaut werden.

Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke versicherte, dass sie sich nicht hätte träumen lassen, dass der Verein jetzt all denen ehrenamtlich helfen kann, die mobil bleiben wollen. „Ich bin unheimlich stolz auf euch“.

Nach den vielen Worten und Rosen begaben sich alle zu der Ladesäule im Mitteldorf, um sich für ein offizielles Einweihungsfoto zu positionieren. pb

Wie war das mit „Unser Dorf fährt elektrisch“?

Die Orte aus den LEADER-Regionen GöttingerLand, Harzweserland und Osterode am Harz waren im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf fährt elektrisch“ aufgerufen, ein Modell zum elektrischen Carsharing zu entwickeln und zu realisieren. Zu diesem Projekt gab es übrigens  eine begleitende Projektgruppe, in der auch die Energieversorger vertreten sind, in diesem Falle die HarzEnergie. Acht Orte aus den kreisen Göttingen und Northeim haben ihre Konzepte eingereicht und damit eine Lade-Infrastruktur im Wert von bis zu 12 000 € erhalten. Die jeweils Erstplatzierten, zu denen Eisdorf zählte, haben außerdem einen Zuschuss in Höhe von 7 500 € für die Finanzierung eines E-Autos gewonnen. Mittlereile stehen die beiden Säulen und das Auto rollt auch schon.